{"id":142,"date":"2010-07-07T20:56:50","date_gmt":"2010-07-07T18:56:50","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/?p=142"},"modified":"2015-08-12T14:00:02","modified_gmt":"2015-08-12T12:00:02","slug":"ausgabe-6-juli-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/?p=142","title":{"rendered":"Ausgabe #6  (Juli 2010). Sonderausgabe zur Tagung \u201eGender, Epistemology, Life Science and Biopolitics\u201c"},"content":{"rendered":"<h4><span style=\"color: #000000;\">Zu dieser Ausgabe <\/span><span style=\"color: #808080;\">Verena Schuh, David Freis, Carina Berndt<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">\u201aHey big Spender!\u2018 Organspende zwischen Biopolitik und Popkultur<\/span> <span style=\"color: #808080;\">Mona Motakef<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Let\u2019s talk about &#8230; Sexualit\u00e4t und Reproduktion im Zeitalter ihrer technischen Separierbarkeit<\/span> <span style=\"color: #808080;\">Julia Diek\u00e4mper<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> K\u00f6rper und Geschlecht in der Schwangerschaft. Transformation und Aneignung medizinischen Wissens durch Gyn\u00e4kolog_innen und schwangere Frauen<\/span> <span style=\"color: #808080;\">Claudia Sontowski<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Wider die Natur? Oder ein normaler biologischer Prozess? Kulturanthropologische Perspektiven auf die weiblichen Wechseljahre<\/span> <span style=\"color: #808080;\">Meike Wolf<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Biologisch gibt es viele Geschlechter<\/span> <span style=\"color: #808080;\">Heinz-J\u00fcrgen Vo\u00df<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Reduktionismus und feministische Werte<\/span> <span style=\"color: #808080;\">Fabian Lausen<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Die Kunst, nicht derma\u00dfen naturalisiert zu werden. Fragmente einer Kritik biologischer Sexualit\u00e4tsdiskurse<\/span> <span style=\"color: #808080;\">Mike Laufenberg<\/span><\/h4>\n<p><!--more--><\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Editorial-6.pdf\" target=\"_blank\">Zu dieser Ausgabe<\/a><\/h3>\n<h4>Verena Schuh, David Freis, Carina Berndt<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Motakef_HeyBigSpender.pdf\" target=\"_blank\">\u201aHey big Spender!\u2018 Organspende zwischen Biopolitik und Popkultur<\/a><\/h3>\n<h4><span style=\"color: #808080;\">Mona Motakef<\/span><\/h4>\n<p><span class=\"Stil64\" style=\"color: #808080;\">Organtransplantationen sind in einem besonderen Ma\u00dfe von der Spendebereitschaft abh\u00e4ngig. Deswegen ist es bedeutsam, dass von Organspende ein positives Bild besteht.<br \/>\nAm Beispiel einer Werbekampagne des deutschen Herzzentrums, die auf die Superheldinnen und Superhelden von DC Comics rekurriert, wird die Argumentation verfolgt, dass Organspende in der Regel heroisiert wird. Sie gilt als die moralisch gebotene Tat und als Akt christlicher N\u00e4chstenliebe. Auf Grundlage des Theorems der Gabe wird Organspende in diesem Beitrag als ambivalent analysiert. Die Heroisierung der Organspende, die mit der Ummantelung ihrer Ambivalenzen einhergeht, wird problematisiert und das Pl\u00e4doyer f\u00fcr eine Politisierung von Organspende entfaltet.<\/span><\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Diekaemper_Sex.pdf\" target=\"_blank\">Let\u2019s talk about &#8230; Sexualit\u00e4t und Reproduktion im Zeitalter ihrer technischen Separierbarkeit<\/a><\/h3>\n<h4><span style=\"color: #808080;\">Julia Diek\u00e4mper<\/span><\/h4>\n<p><span class=\"Stil57 Stil64\" style=\"color: #808080;\"> Seit \u00fcber 30 Jahren lassen sich Sexualit\u00e4t und Fortpflanzung durch medizinische (medikament\u00f6se) Ma\u00dfnahmen trennen. Sexualit\u00e4t und Fortpflanzung sind also Lebensvollz\u00fcge, die unabh\u00e4ngig voneinander stattfinden k\u00f6nnen. Mit dieser Entwicklung geht ein andauerndes Interesse an den Folgen der doppelten Trennung einher, das \u00fcber medizinische Fachkreise hinausgeht. Mit Medizin hat diese Auseinandersetzung sogar erst einmal wenig zu tun. Was es aber genau ist, das diese Trennung so spannend macht, dass sie es immer wieder auf die Titelbl\u00e4tter der Zeitungen und Zeitschriftenschafft, dieser Frage geht Julia Diek\u00e4mper in ihrem Beitrag anhand der medialen Thematisierung dieser Trennung im Spiegel und in der Zeit nach. Die medialen Beitr\u00e4ge \u00fcber die Trennung von Sexualit\u00e4t und Fortpflanzung sind nicht nur ein Abbild eines bestimmten Wissensstandes, vielmehr sind sie in einer diskursanalytischen Lesart Produkt kultureller Deutungsk\u00e4mpfe.<\/span><\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Sontowski_KoerperUndGeschlecht.pdf\" target=\"_blank\">K\u00f6rper und Geschlecht in der Schwangerschaft. Transformation und Aneignung medizinischen Wissens durch Gyn\u00e4kolog_innen und schwangere Frauen<\/a><\/h3>\n<h4><span style=\"color: #808080;\">Claudia Sontowski<\/span><\/h4>\n<p><span class=\"Stil64\"><span style=\"color: #808080;\"> Wie werden K\u00f6rper und Geschlecht in der medizinischen Schwangerschaftsbetreuung verhandelt? W\u00e4hrend die Vereindeutigung von Wissen charakteristisch f\u00fcr die befragten \u00c4rzt_innen ist, gehen Schwangere mit Wissen um, indem sie selbst Verantwortung \u00fcbernehmen: sie informieren sich, setzen k\u00f6rpernahe Selbsttechniken ein und w\u00e4gen zwischen verschiedenen Wissensbest\u00e4nden ab. Dabei, so meine These, sind Selbsterm\u00e4chtigung und Selbstunterwerfung nicht voneinander zu trennen. Geschlecht tritt hinter den Aspekt der Selbstverantwortung zur\u00fcck und wird unausgesprochen reproduziert.<\/span> <\/span><\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Wolf_WiderdieNatur.pdf\" target=\"_blank\">Wider die Natur? Oder ein normaler biologischer Prozess? Kulturanthropologische Perspektiven auf die weiblichen Wechseljahre<\/a><\/h3>\n<h4><span style=\"color: #808080;\">Meike Wolf<\/span><\/h4>\n<p><span class=\"Stil64\" style=\"color: #808080;\"> Die weiblichen Wechseljahre \u2013 die Menopause \u2013 gelten in biomedizinisch gepr\u00e4gten Gesellschaften als normaler Bestandteil des weiblichen Alterungsprozesses: Mit etwa 50 Jahren verlieren Frauen ihre Fruchtbarkeit, die Hormonproduktion l\u00e4sst nach, und Symptome wie Schwei\u00dfausbr\u00fcche, Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen h\u00e4ufen sich. Doch wie gestaltet sich das Wechselspiel zwischen der biologischen Verfasstheit des alterndes K\u00f6rpers und kulturell gefestigten Annahmen \u00fcber die Natur der alternden Frau? Auf der Basis empirischer Befunde befasst sich der Beitrag aus einer kulturanthropologischen Perspektive heraus mit der wechselseitigen Verschr\u00e4nkung von biologischen und kulturellen Effekten und ordnet diesen in den Analyserahmen der local biologies ein.<\/span><\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Voss_BiologischGibtEsVieleGeschlechter.pdf\" target=\"_blank\">Biologisch gibt es viele Geschlechter<\/a><\/h3>\n<h4><span style=\"color: #808080;\">Heinz-J\u00fcrgen Vo\u00df<\/span><\/h4>\n<p><span class=\"Stil64\" style=\"color: #808080;\"> Auch biologisches Geschlecht l\u00e4sst sich als vielgestaltig denken; historisch \u2013 u.a. im 19. Jahrhundert \u2013 war die \u201eGleichheit bzgl. Geschlecht\u201c bzw. die \u201eVielgestaltigkeit bzgl. Geschlecht\u201c durchaus verbreitete These. Ging man bei Pr\u00e4formationstheorien davon aus \u2013 und tut dies auch heute noch weitgehend in der Genetik \u2013, dass Merkmale vorgegeben und unab\u00e4nderlich seien und konnte so die religi\u00f6se Annahme ausschlie\u00dflich zweier differenter Geschlechter einbinden und fundieren, so f\u00fchrten und f\u00fchren Epigenesetheorien von Differenzdenken und Zweigeschlechtlichkeit weg. Nimmt man mit Epigenese Entwicklungs- und Differenzierungsprozesse ernst, wird \u00fcberzeugender erkl\u00e4rbar was sich in der Realit\u00e4t zeigt: die Vielgestaltigkeit physischer und physiologischer Merkmale.<\/span><\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Lausen_Reduktionismus.pdf\" target=\"_blank\">Reduktionismus und feministische Werte<\/a><\/h3>\n<h4><span style=\"color: #808080;\">Fabian Lausen<\/span><\/h4>\n<p><span class=\"Stil64\" style=\"color: #808080;\"> Reduktionismus und feministische Werte: Der Begriff des Reduktionismus wird in vielen Kontexten als Schlagwort benutzt und mit Engstirnigkeit oder schlechter Wissenschaft gleichgesetzt. Von feministischer Seite wird der Reduktionistin dar\u00fcber hinaus vorgeworfen, eine Position zu vertreten, die mit einem egalit\u00e4ren Gesellschaftsideal unvereinbar ist. Der Beitrag zeigt am Beispiel von Helen Longino, dass diesen Vorw\u00fcrfen oft eine zu enge Verwendung des Reduktionismusbegriffs zu Grunde liegt und dass es ausgefeiltere reduktionistische Positionen gibt, die mit feministischen Ansichten \u2013 wie etwa dem von Longino vertretenen kontextuellen Empirismus \u2013 kompatibel sind.<\/span><\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Laufenberg_Sexualitaetsdiskurse.pdf\" target=\"_blank\">Die Kunst, nicht derma\u00dfen naturalisiert zu werden. Fragmente einer Kritik biologischer Sexualit\u00e4tsdiskurse<\/a><\/h3>\n<h4><span style=\"color: #808080;\">Mike Laufenberg<\/span><\/h4>\n<p><span class=\"Stil64\" style=\"color: #808080;\"> Mit dem allgemeinen Bedeutungsgewinn der neuen Lebenswissenschaften werden am \u00dcbergang zum 21. Jahrhundert auch biologische Ausdeutungen von Sexualit\u00e4t und sogenannter sexueller Orientierung aktualisiert. Mit Bezug auf\u00a0 sozialkonstruktivistische, dekonstruktivistische und im weitesten Sinne epistemologische Argumente wurden solche biologischen Sexualit\u00e4tsdiskurse in der Vergangenheit h\u00e4ufig auf ein Problem des Wissens oder der Repr\u00e4sentation reduziert. Der Aufsatz fragt dagegen nach den M\u00f6glichkeiten einer Kritik, die eingedenkt, dass mit dem biologischen Diskurs der Sexualit\u00e4t zugleich eine (sozial)ontologische Dimension gelebter Erfahrungen und Subjektivit\u00e4ten verbunden ist.<\/span><\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_142 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_142')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_142').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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