{"id":181,"date":"2013-01-08T00:15:53","date_gmt":"2013-01-07T23:15:53","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/?p=181"},"modified":"2015-08-12T14:01:46","modified_gmt":"2015-08-12T12:01:46","slug":"ausgabe-10-januar-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/?p=181","title":{"rendered":"Ausgabe #10  (Januar 2013)"},"content":{"rendered":"<h4><span style=\"color: #000000;\">Zu dieser Ausgabe<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">\u00c4sthetiken des Masochismus. Die 120 Tage von Sodom bei de Sade und Pasolini. <span style=\"color: #808080;\">Nico Dunczyk<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Ganz sch\u00f6n schwanger. Sch\u00f6nheitspraktiken und K\u00f6rpertechnologien in der Schwangerschaft. <span style=\"color: #808080;\">Carina K\u00f6tter, Mareike Meis<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Zeitgen\u00f6ssische Praktiken von Subjektivierung. Konsumismus, Kybernetischer Kapitalismus und Repr\u00e4sentationskritik in Anschluss an Tiqquns Figur der Jungen-M\u00e4dchen. <span style=\"color: #808080;\">Jasmin Degeling<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Eine Situation \u00f6ffentlich zu beschreiben, kann schon Kritik sein. Ein Gespr\u00e4ch \u00fcber feeling bad, neue Koalitionen und die Notwendigkeit, sich verletzlich zu zeigen. <span style=\"color: #808080;\">Anja Michaelsen, Karin Michalski<\/span><\/span><\/h4>\n<p><!--more--><\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/editorial_ausgabe10.pdf\" target=\"_blank\">Zu dieser Ausgabe<\/a><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/dunczyk.pdf\" target=\"_blank\">\u00c4sthetiken des Masochismus. Die 120 Tage von Sodom bei de Sade und Pasolini<\/a><\/h3>\n<h4><span style=\"color: #808080;\">Nico Dunczyk<\/span><\/h4>\n<p><span class=\"Stil57 Stil64\"><span style=\"color: #808080;\"> <em>Sal\u00f2<\/em> ist der letzte und zugleich skandaltr\u00e4chtigste Film Pier Paolo Pasolinis. Ausgehend vom ber\u00fcchtigten Romanfragment Die <em>120 Tage von Sodom<\/em>, welches der Marquis de Sade 1785 in Gefangenschaft verfasste und in die Zeit des ausgehenden Zweiten Weltkriegs transponierte, wird der Film h\u00e4ufig als H\u00f6hepunkt der Faschismus- und Konsumismuskritik Pasolinis betrachtet. Der Artikel bietet zu sowohl Sades als auch Pasolinis Fassung der <em>120 Tage von Sodom<\/em> einen alternativen Zugang entgegen \u00fcblicher Leserichtung, welcher sich den Themen psychoanalytisch n\u00e4hert und darauf abzielt, zugrundeliegende Darstellungsmechanismen einer \u00c4sthetik des Masochismus zuzuordnen. Die Relekt\u00fcre Sades versteht sich als Gegenargument zum Vorwurf der Pornographie und die Analyse Pasolinis skizziert dessen Standpunkt zu seinem eigenen Werk als komplexer \u2013 und pessimistischer \u2013 als das \u00fcbliche Verst\u00e4ndnis dies vorsieht.<\/span> <\/span><\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/koetter.pdf\" target=\"_blank\">Ganz sch\u00f6n schwanger. Sch\u00f6nheitspraktiken und K\u00f6rpertechnologien in der Schwangerschaft<\/a><\/h3>\n<h4><span style=\"color: #808080;\">Carina K\u00f6tter, Mareike Meis<\/span><\/h4>\n<p><span class=\"Stil64\"><span style=\"color: #808080;\"> In der Schwangerschaft werden Frauen angesichts der damit einhergehenden k\u00f6rperlichen Ver\u00e4nderungen verst\u00e4rkt zur Arbeit am eigenen K\u00f6rper aufgerufen. Die Bedeutung je historisch spezifisch weiblicher Sch\u00f6nheitsideale und damit verbundener K\u00f6rpertechnologien sowie Modepraktiken in der Schwangerschaft wird beispielhaft in der Gegen\u00fcberstellung zweier Modefotografien aus den 1960ern und der Gegenwart untersucht, wobei Fotografie als regulierendes und stabilisierendes Repr\u00e4sentationssystem begriffen wird. Es zeigt sich, dass eine in der Vergangenheit vorherrschende Kaschierung des schwangeren K\u00f6rpers heute durch eine Ausstellungspraxis abgel\u00f6st wird, die erst durch die Anwendung von etablierten K\u00f6rpertechnologien wie gesunder Ern\u00e4hrung und Fitness m\u00f6glich wird.<\/span> <\/span><\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/stommel.pdf\" target=\"_blank\">Zeitgen\u00f6ssische Praktiken von Subjektivierung. Konsumismus, Kybernetischer Kapitalismus und Repr\u00e4sentationskritik in Anschluss an Tiqquns Figur der Jungen-M\u00e4dchen<\/a><\/h3>\n<h4><span style=\"color: #808080;\">Jasmin Degeling<\/span><\/h4>\n<p><span class=\"text\"><span style=\"color: #808080;\"> Ausgang dieser \u00dcberlegungen ist die 2009 auf deutsch erschienene Collage <em>Grundbausteine einer Theorie des Jungen-M\u00e4dchens<\/em>, deren Autor Tiqqun hei\u00dft \u2013 womit entweder ein unabh\u00e4ngig ver\u00f6ffentlichtes, vergriffenes Textkonglomerat gemeint ist oder eine Gruppe Pariser Aktivist\/innen. Der Theorieentwurf beschreibt eigentlich keine Figur, sondern kartographiert ein Dispositiv von \u00c4u\u00dferungen, Semantiken, Beschreibungsweisen und Bildern, welches eine spezifische Subjektivierungsweise hervorbringt. Diese ist vermarktungswillig und libido\u00f6konomisch: Sie affirmiert unsere konsumistischen Bilderwelten und \u00fcbertr\u00e4gt den von Marx beschriebenen Fetischcharakter der Ware auf die Art und Weise zeitgen\u00f6ssischer Selbsteinrichtungen und Selbst-K\u00f6rper-Verh\u00e4ltnisse.<\/span> <\/span><\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/michaelsen.pdf\" target=\"_blank\">Eine Situation \u00f6ffentlich zu beschreiben, kann schon Kritik sein. Ein Gespr\u00e4ch \u00fcber feeling bad, neue Koalitionen und die Notwendigkeit, sich verletzlich zu zeigen<\/a><\/h3>\n<h4><span style=\"color: #808080;\">Anja Michaelsen, Karin Michalski<\/span><\/h4>\n<p><span class=\"Stil64\"><span style=\"color: #808080;\"> In <em>The Alphabet of Feeling Bad<\/em> (2012) zeigt die K\u00fcnstlerin und Filmemacherin Karin Michalski ein experimentelles Interview mit der Theoretikerin und Aktivistin Ann Cvetkovich. In ihrer Performance erl\u00e4utert Cvetkovich von A bis Z Begriffe wie Depression, aber auch allt\u00e4gliche Formen des<em> feeling bad<\/em>, wie die Vorstellung, in einer Sackgasse zu stecken, sich gel\u00e4hmt zu f\u00fchlen und von Anforderungen \u00fcberw\u00e4ltigt zu sein, und versieht sie mit neuen Bedeutungen. Anschlie\u00dfend an Arbeiten queer-feministischer Theoretiker\/innen und Aktivist\/innen, neben Cvetkovich etwa Sara Ahmed, Heather Love und Lauren Berlant, wird<em> feeling bad<\/em> nicht als individuelles Versagen verstanden, sondern als kollektive \u201epublic feelings\u201c, im Kontext von neoliberalen Arbeitsverh\u00e4ltnissen, Homophobie und Rassismus. Im Dezember 2012 hat Michalski im <em>C60 Collaboratorium<\/em>, Bochum, auf Einladung von Anja Michaelsen und Astrid Deuber-Mankowsky ihre Arbeit und drei weitere experimentelle Videos vorgestellt. Im Anschluss an die Abendveranstaltung haben sich Anja Michaelsen und Karin Michalski zu einem Gespr\u00e4ch getroffen, um die Diskussion zur Darstellbarkeit und Sagbarkeit des <em>feeling bad<\/em> und zu dessen politischem Potenzial fortzuf\u00fchren.<\/span> <\/span><\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_181 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_181')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_181').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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