{"id":398,"date":"2016-02-05T15:58:18","date_gmt":"2016-02-05T14:58:18","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/?p=398"},"modified":"2016-02-11T16:09:09","modified_gmt":"2016-02-11T15:09:09","slug":"ausgabe-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/?p=398","title":{"rendered":"Ausgabe #16 (Februar 2016)"},"content":{"rendered":"<h4><span style=\"color: #000000;\">Men at War: Die Konstruktion von Maskulinit\u00e4t in der US-amerikanischen Fernsehserie <em>Homeland<\/em> <span style=\"color: #808080;\">Hans Niehues<\/span><br \/>\nGespr\u00e4che \u00fcber <em>Race<\/em>, <em>Class<\/em>, <em>Gender<\/em> in Israel\/Pal\u00e4stina <span style=\"color: #808080;\">Maximilian Busch<\/span><br \/>\n\u201eShe will be hanged after three clear Sundays\u201c. Der Rechtsdiskurs als Tr\u00e4ger des Unrechts am Beispiel von <em>The Paradine Case<\/em> <span style=\"color: #808080;\">Anke Zechner<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><em>parla memento hedera<\/em> &#8211; Das Efeu-Parlament der Erinnerung <span style=\"color: #808080;\">Simon Dickel<\/span><\/span><\/h4>\n<p><!--more--><\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #b12930;\">Zu dieser Ausgabe<\/span><\/h3>\n<p>Die zweite Ausgabe in der neuen Blog-Gestalt umfasst Beitr\u00e4ge aus Amerikanistik, feministischer Filmwissenschaft und den Gender Studies. In Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Medien \u2013 Fernsehen, Film und Klanginstallation \u2013 werden unter anderem hegemoniale M\u00e4nnlichkeit im Quality TV und transgressive Weiblichkeit im Gerichtsfilm in den Blick genommen. Diverse Textformate, wissenschaftliche Artikel, Reisebericht und K\u00fcnstler-Interview, spannen den Bogen von LGBT-K\u00e4mpfen in Tel Aviv bis zu queerer Erinnerungskultur in Berlin Sch\u00f6neberg.<\/p>\n<p>Einen kritischen Blick auf aktuelle Formen von \u201eQuality TV\u201c insbesondere in Bezug auf die Repr\u00e4sentation von M\u00e4nnlichkeit wirft Hans Niehues. Am Beispiel von <em>Homeland<\/em> beschreibt der Autor den Protagonisten Nicholas Brody, vor dem Hintergrund des Topos einer \u201eKrise der M\u00e4nnlichkeit\u201c, als Repr\u00e4sentanten hegemonialer Maskulinit\u00e4t. Er untersucht, wie diese im Verlauf der Serie in Relation zu weiblichen und marginalisierten m\u00e4nnlichen Figuren eine Resouver\u00e4nisierung erf\u00e4hrt, einer Logik der Reinstallation hegemonialer M\u00e4nnlichkeit folgend, die es insbesondere in Bezug auf die Popularit\u00e4t von Serien des Quality TV zu ber\u00fccksichtigen gilt.<\/p>\n<p>Maximilian Busch berichtet von einer vielseitigen politischen Bildungsreise unter dem Titel <em>Gender, Religion, War and Conflict in the Middle East <\/em>der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung nach Israel\/Pal\u00e4stina. Die Reisegruppe erf\u00e4hrt unter anderem von LGBT-K\u00e4mpfen in Tel Aviv, Aktivismus gegen Gentrifizierung und diskriminierende Praktiken auf dem Immobilienmarkt in Jaffa, Geschlechterungleichheit, Neoliberalismus und israelisch-pal\u00e4stinensische Gewerkschaftsbeziehungen. Sie diskutieren die Situation der Gender Studies an der Al-Quds-University in Ost-Jerusalem, die Politik der Frauengruppe der Fatah, sowie die Motivation israelischer junger Menschen, nach Berlin zu ziehen.<\/p>\n<p>Wir freuen uns, mit dieser Ausgabe zum ersten Mal einen Gastbeitrag pr\u00e4sentieren zu k\u00f6nnen. Gastbeitr\u00e4ge werden auch zuk\u00fcnftig in unregelm\u00e4\u00dfiger Folge Teil des <em>onlinejournals kultur &amp; geschlecht <\/em>sein. Anke Zechner leitet dieses neue Format mit einer Studie zur doppelten Unsichtbarkeit des Giftmords \u2013\u00a0des Gifts wie des Mordes \u2013\u00a0im Gerichtsfilm ein. Am Beispiel von Alfred Hitchcocks <em>The Paradine Case<\/em> diskutiert sie den Giftmord als \u201agenuin weiblichen\u2019 Mord und die Verschr\u00e4nkung von Geschlechter- und Rechtsdiskurs. Dabei geht die Autorin den narrativen und visuellen Ambivalenzen in Bezug auf eine filmische Verurteilung des \u201egiftigen\u201c Geschlechts nach.<\/p>\n<p>Der Alte St. Matth\u00e4us-Kirchhof in Berlin Sch\u00f6neberg ist Schauplatz des Interviews, das Simon Dickel mit Christian W. Find und Hannes Hacke \u00fcber deren Klanginstallation <em>parla memento hedera<\/em> f\u00fchrt. Die Installation, das \u201eEfeu-Parlament der Erinnerung\u201c, gibt die Originalt\u00f6ne von 16 Personen wider, die auf dem Friedhof bestattet sind\u00a0\u2013\u00a0feministische, antirassistische und AIDS-Aktivist_innen des 19. und 20. Jahrhunderts. Die K\u00fcnstler erl\u00e4utern das Zusammenspiel der verschiedenen Elemente der Installation (Stimmen, Efeu, Gew\u00e4chshaus, Texttafeln) und ihre Intention einer in besonderer Weise belebten, \u201elauten\u201c Form der Erinnerungskultur, die zugleich \u00f6ffentliche Intervention sein will.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"western\"><a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Niehues_Homeland.pdf\">Men at War: Die Konstruktion von Maskulinit\u00e4t in der US-amerikanischen Fernsehserie <em>Homeland<\/em><\/a><\/h3>\n<h4 class=\"western\"><span style=\"color: #808080;\">Hans Niehues<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #808080;\">M\u00e4nnlichkeitsforscher_innen wie Michael Kimmel konstatieren, dass sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine Maskulinit\u00e4tskrise in der US-amerikanischen Kultur manifestiere. Aus dieser These ergibt sich die Frage, wie eine solche Krise im ebenfalls zur Jahrhundertwende entstehenden neuen amerikanischen Fernsehserienformat verhandelt wird. Eine Analyse der Konstruktion von Maskulinit\u00e4t in <em>Homeland<\/em> legt offen, wie eine f\u00fcr die neuen Serien des \u201eQuality TV\u201c repr\u00e4sentative Sendung traditionelle Konzeptionen von M\u00e4nnlichkeit vor dem Hintergrund der soziopolitischen Nachwirkungen von 9\/11 konserviert, sie als L\u00f6sung f\u00fcr eine Maskulinit\u00e4tskrise pr\u00e4sentiert und so patriarchalische Geschlechterverh\u00e4ltnisse reproduziert.<\/span><\/p>\n<h3 class=\"western\"><a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Busch_Reisebericht.pdf\" target=\"_blank\">Gespr\u00e4che \u00fcber <em>Race, Class, Gender<\/em> in Israel\/Pal\u00e4stina<\/a><\/h3>\n<h4 class=\"western\"><span style=\"color: #808080;\">Maximilian Busch<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Der Nahostkonflikt besitzt eine so starke Durchdringungskraft, dass er andere Konfliktlinien h\u00e4ufig \u00fcberdeckt. Auf Basis von Erfahrungen und Gespr\u00e4chen in Israel und Pal\u00e4stina versucht diese Arbeit nachzuzeichnen, auf welche Art die Kategorien Race, Class und Gender an der Formation der Streitlinie Pal\u00e4stina\/Israel beteiligt sind.<\/span><\/p>\n<h3 class=\"western\"><a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Zechner_ParadineCase.pdf\" target=\"_blank\">\u201eShe will be hanged after three clear Sundays\u201c. Der Rechtsdiskurs als Tr\u00e4ger des Unrechts am Beispiel von <em>The Paradine Case<\/em><\/a><\/h3>\n<h4 class=\"western\"><span style=\"color: #808080;\">Anke Zechner<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Mein Text soll den medialen Rechtsdiskurs als Tr\u00e4ger des Unrechts am Beispiel von <em>The Paradine Case<\/em> (USA 1947, R: Alfred Hitchcock) aufzeigen. Die grunds\u00e4tzlich mediale Struktur von Gerichtsverfahren fu\u0308hrt zur Verdopplung des Unsichtbaren des Giftmordes im Medium Film. Nicht nur das Gift in seiner Flu\u0308chtigkeit und damit der Giftmord als solcher scheint sich zu entziehen, auch der Versuch des diskursiven Aufdeckens und Festhaltens des Giftmordes vor Gericht kann diesen nicht wirklich fassen. Die Frau als Rechtlose steht hier je st\u00e4rker im Visier, desto ungreifbarer der Giftmord als solcher wird. Dem gegenu\u0308ber gesetzt wird daher ein theatralisches Moment der Frau, die sich selbst au\u00dferhalb des Rechts stellt.<\/span><\/p>\n<h3 class=\"western\"><a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Dickel_Interview.pdf\" target=\"_blank\">parla memento hedera &#8211; Das Efeu-Parlament der Erinnerung<\/a><\/h3>\n<h4 class=\"western\"><span style=\"color: #808080;\">Simon Dickel<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>parla memento hedera<\/em> ist der Name einer Klanginstallation des Berliner Klangk\u00fcnstlers Christian W. Find, die jeweils in den Sommermonaten der Jahre 2012 bis 2015 auf dem Alten St.-Matth\u00e4us-Kirchhof in Berlin zug\u00e4nglich war. In der Klanginstallation werden 16 Stimmen von Aktivist_innen und K\u00fcnstler_innen, die auf dem Friedhof bestattet sind, h\u00f6rbar. Das Interview legt einen inhaltlichen Schwerpunkt auf die in der Installation vertretenen Stimmen zum Thema HIV\/AIDS und fragt auf konzeptueller Ebene nach dem Zusammenhang von auditiver Wahrnehmung und Erinnerungspolitik.<\/span><\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_398 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_398')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_398').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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