{"id":872,"date":"2020-01-24T17:18:18","date_gmt":"2020-01-24T16:18:18","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/?p=872"},"modified":"2020-01-29T15:37:57","modified_gmt":"2020-01-29T14:37:57","slug":"ausgabe-24-januar-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/?p=872","title":{"rendered":"Ausgabe #24 (Januar 2020)"},"content":{"rendered":"\n<h4><span style=\"color: #000000;\">How to gender im Journalismus: Leitfaden f\u00fcr einen geschlechtersensiblen Journalismus<span style=\"color: #808080;\"> Katja Vossenberg<br><span style=\"color: #000000;\">\u201eMagda macht das schon!\u201c? Barrieren, Handlungsspielra\u0308ume und Wandel in den Geschlechterkonstruktionen polnischer Care-Arbeiterinnen in der h\u00e4uslichen Pflege\n<span style=\"color: #808080;\"> Lena Spickermann<br><span style=\"color: #000000;\">\u201eUntenrum frisch\u201c: Vergeschlechtlichte Medikalisierung durch Intimhygiene\n<span style=\"color: #808080;\"> Anne Rauber<br><span style=\"color: #000000;\">Die Alt Right-Bewegung \u2013 Das Erstarken eines antifeministischen und reaktion\u00e4ren Kulturkampfs im Internet\n<span style=\"color: #808080;\"> Sonja Marzock<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/h4>\n<p><!--more--><\/p>\n<hr class=\"wp-block-separator\">\n\n\n\n<p>\n<h3><span style=\"color: #b12930;\">Zu dieser Ausgabe<\/span><\/h3>\n<p>\nDie diesj\u00e4hrige <b>Winterausgabe #24<\/b> des onlinejournal kultur&#038;geschlecht versammelt vier Beitr\u00e4ge von Abvsolvent*innen aus dem Umfeld der Gender Studies, deren Perspektiven gegenw\u00e4rtige und praktische Diagnostiken des Verh\u00e4ltnisses von Kultur und Geschlecht leisten. Anhand sehr verschiedener Gegenst\u00e4nde wie weiblicher Hygienediskurse, europ\u00e4ischer Care-Regimes, der Alt Right-Bewegung sowie geschlechtersensibler Sprache stellt die Ausgabe die gegenw\u00e4rtig offene Frage,  wie sich Geschlechterpolitiken insbesondere im Spannungsfeld zu Biopolitiken zeitgen\u00f6ssisch weiterentwickeln.<br><br>\nDie Journalistin <b>Katja Vossenberg<\/b> entwirft in ihrem Beitrag einen Leitfaden zur Entwicklung geschlechtersensibler und antidiskriminierender Sprache in journalistischen Texten. Dieser macht deutlich, dass Ungleichheit (auch) in der Sprache hergestellt wird und also gerade solche Textsorten sprachliche Sensibilit\u00e4t erfordern, deren Anspruch es ist, objektiv Bericht zu erstatten. Der in der Ausgabe ver\u00f6ffentlichte Leitfaden ist daher weniger eine Gebrauchsanweisung als ein Dokument, das zur Sch\u00e4rfung kritischer Wahrnehmung im Prozess des journalistischen Schreibens anleitet.<br><br>\n\nDie gegenw\u00e4rtigen Verstrickungen von Gender- und Care-Regimen analysiert <b>Lena Spickermann<\/b> konkret am Beispiel weiblicher polnischer Pflegekr\u00e4fte in Deutschland, insbesondere im Ruhrgebiet. Deutlich wird, dass durch die Integration von Frauen der gehobenen Mittelschicht in den Arbeitsmarkt Ressourcen f\u00fcr Pflegearbeit fehlen. Die sogenannte 24h-Pflege bringt prek\u00e4re und ungesch\u00fctzte Arbeitsverh\u00e4ltnisse hervor, die durch das bundesdeutsche Sozialsystem und die europ\u00e4ischen Migrationspolitiken beg\u00fcnstigt werden.<br><br>\n\nMit viel Humor dokumentiert <b>Anne Raubers<\/b> Beitrag den diskursiven Zustand weiblicher Intimhygiene: Angesichts des stetig wachsenden Marktes an Intimpflegeprodukten, die meist keinen medizinischen Zweck erf\u00fcllen, geht sie den Wissensbest\u00e4nden und Beratungspraktiken in Apotheken nach, die dieses Marktsegment Kundinnen zu empfehlen suchen und damit zu einer geschlechtsspezifischen Medikalisierung beitragen. <br><br>\n\n<b>Sonja Marzocks<\/b> Beitrag zeigt die Geschichte, die Netzwerke sowie die digitalen Kommunikationsstrategien der Alt Right-Bewegung auf und analysiert am Beispiel von Memes ihre Gender Politiken. Inh\u00e4rente ideologische Widerspr\u00fcche erweisen sich dabei keineswegs als Schw\u00e4che der Bewegung(en). Die Analyse verdeutlicht, dass die Alt Right zwar aus den USA kommt, aber nicht zuletzt durch das Internet l\u00e4ngst in die komplexen und zunehmend militanten europ\u00e4ischen rechten Bewegungen und Netzwerke eingebunden ist. <br><br>\n\n\n<h3><a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Vossenberg_How-to-gender-im-Journalismus.pdf\"target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">How to gender im Journalismus: Leitfaden f\u00fcr einen geschlechtersensiblen Journalismus<\/a><\/h3>\n<h4>Katja Vossenberg<\/h4>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Medien konstruieren \u00fcber Texte, Narrative und Bilder jeden Tag, was als Geschlechterrealit\u00e4t in unserer Gesellschaft gilt. Denn \u00fcber Sprache wird Realit\u00e4t konstruiert. Journalist_innen nutzen Sprache tagt\u00e4glich und tragen somit ma\u00dfgeblich zu diesem Konstruktionsprozess bei. In Anschluss an Judith Butlers Theorie der Performativit\u00e4t von Geschlecht, Erkenntnissen aus der Stereotypenforschung und der Objektivit\u00e4tskritik nach Donna Haraway, zeigt dieser Artikel auf, wie im Journalismus geschlechtersensibel gearbeitet werden kann. Mithilfe von Ergebnissen aus Expert_inneninterviews wer-den konkrete Handlungsempfehlungen f\u00fcr den Journalismus und Kernpunkte eines Leitfadens f\u00fcr einen geschlechtersensiblen Journalismus entwickelt. Interviewt wurden Mithu Sanyal, Tarik Tesfu, Antje Schrupp und Lea Susemichel.<br><br>\nEine Kurzversion des Leitfadens ist <a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Kurzversion-Leitfaden-1.pdf\"target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a> zu finden.\n<\/span><\/p>\n\n<h3><a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Spickermann_Magda-macht-das-schon.pdf\"target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u201eMagda macht das schon!\u201c? Barrieren, Handlungsspielra\u0308ume und Wandel in den Geschlechterkonstruktionen polnischer Care-Arbeiterinnen in der h\u00e4uslichen Pflege<\/a><\/h3>\n<h4>Lena Spickermann<\/h4>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Die sogenannte <em>24-Stunden-Pflege<\/em> hat sich in der hiesigen Gesellschaft zu einem boomenden Gesch\u00e4ft entwickelt. Eine individualistische L\u00f6sung auf ein alltagsgef\u00e4hrdendes Problem: Die Pflege eines Angeh\u00f6rigen, die in postindustriellen Gesellschaften zwangsl\u00e4ufig mit unaufl\u00f6sbaren Widerspr\u00fcchen verbunden ist. Strukturelle als auch normative Zw\u00e4nge wie sie etwa in einer familialistisch ausgerichteten, deutschen Pflegepolitik oder starren Geschlechterkonstruktionen vertreten sind, schwingen bei der Entscheidung f\u00fcr eine angemessene Pflegeform unweigerlich mit. Sie werden von der steigenden Erwerbst\u00e4tigkeit mittelst\u00e4ndiger Frauen und dem Bedeutungsverlust von famili\u00e4rer Gemeinschaft konterkariert. Eine privatisierte Auslagerung der famili\u00e4ren Verpflichtungen an eine migrantische, meist osteurop\u00e4ische Care-Arbeiterin situiert ein Konzept, das diese Diskrepanzen abzufangen vermag. Doch welche Konsequenzen hat eine transnationale Arbeitsmigration auf die Lebensr\u00e4ume der so besch\u00e4ftigten Frauen? Wie gestaltet sich die Ambiguit\u00e4t des Privatraums als marktf\u00f6rmige Reproduktionsst\u00e4tte? Und welchen Einfluss \u00fcbt ein solches Arrangement auf die Geschlechterkonstruktionen der Gruppe der polnischen Care-Arbeiterinnen aus? Der Beantwortung dieser Fragen soll in vorliegendem Artikel nachgegangen werden.<\/span><\/p>\n\n<h3><a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Rauber_Untenrum-frisch.pdf\"target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u201eUntenrum frisch\u201c: Vergeschlechtlichte Medikalisierung durch Intimhygiene<\/a><\/h3><h4>Anne Rauber<\/h4>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Die Medikalisierung des K\u00f6rpers, im Speziellen des weiblichen Intimbereichs, hat dazu beigetragen, eine Vielzahl an Optimierungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr das Individuum aufzuzeigen. Ein Beispiel daf\u00fcr ist die kontinuierliche Ausweitung des Markts an sogenannten Intimpflegeprodukten in Apotheken. Diese versprechen neben der Herstellung eines \u201eFrischegef\u00fchls\u201c auch eine Investition in die eigene Gesundheit. Wie aber wird im \u00f6ffentlichen Raum \u00fcber Intimhygiene gesprochen? Welche Wis-sensbest\u00e4nde werden verhandelt, die zu einer geschlechtsspezifischen Vorstellung von Hygiene beitragen? Dies soll im folgenden Artikel anhand der Ergebnisse einer wissenssoziologischen Beobachtungsstudie diskutiert werden.<\/span><\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Sonja-Marzock_Alt-Right.pdf\"target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Die Alt Right-Bewegung \u2013 Das Erstarken eines antifeministischen und reaktion\u00e4ren Kulturkampfs im Internet<\/a><\/h3>\n<h4>Sonja Marzock<\/h4>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Weltweit sind rechtspopulistische Parteien und Vereinigungen wie die Alt Right-Bewegung auf dem Vormarsch. In dieser Bewegung versammeln sich etablierte konservative bis extrem rechte Vereinigungen, die eine Gesellschaftsumw\u00e4lzung ethnopluralistischen Vorbilds anstreben. Insbesondere in den USA hat sich eine digitale Gegenkultur formiert, die es geschafft hat, diskriminierende politische Inhalte in ironische Memes und Verschw\u00f6rungsnarrative zu ,alternativen Fakten\u2018 umzudeuten. Infolge dieses Prozesses wurde das gesamtgesellschaftliche Feld des Sagbaren von antifeministischen und reaktion\u00e4ren Kr\u00e4ften nach rechts verschoben. Dies hat Auswirkungen auf ein demokratisches Miteinander und beg\u00fcnstigt nicht nur in den USA diskriminierende Strukturen wie die Versch\u00e4rfung von Einwanderungsgesetzen. \n<\/span><\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_872 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_872')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_872').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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