Jasmin Degeling, Sarah Horn: „Queer“ aufs Spiel gesetzt: Über Beißreflexe, queere Bewegungsgeschichte und gegenwärtige Affektkulturen

Jasmin Degeling, Sarah Horn: „Queer“ aufs Spiel gesetzt: Über Beißreflexe, queere Bewegungsgeschichte und gegenwärtige Affektkulturen

Welche Zukunft hat „queer“? Die jüngste Debatte um das Potential der Queer Theory im deutschsprachigen Raum, maßgeblich angestoßen durch den
Sammelband Beissreflexe, erscheint geprägt von einer „Kritik an queerem Aktivismus und autoritären Sehnsüchten“, die sich wenig mit queerer
Theoriebildung auseinandersetzt, und sich gleichzeitig als anschlussfähig an gegenwärtige Populismen und antifeministische Ressentiments erweist. Der Artikel geht den Affektpolitiken nach, die in diesen Communities und medialen Gefügen aufgerufen werden, und versucht über eine entsprechende Situierung der einzelnen Beiträge und ihrer
Argumente mittels Queer Theory eine kritische Aufarbeitung der derzeitigen Debatte.

Sabine Schneider: Die Diebin. Zur Konstitution einer Figur um 1900

Sabine Schneider: Die Diebin. Zur Konstitution einer Figur um 1900

Das Thema dieses Aufsatzes ‚Die Diebin. Zur Konstitution einer Figur um 1900’ ist die im kriminologischen Diskurs um 1900 erschaffene Figur der ‚Diebin’. Der Aufsatz nimmt mit der ‚Warenhausdiebin’ die Verknüpfung von Geschlecht, Klasse und Devianz in den Blick. Zwei Fragen sind zentral. Worauf zielt der Diskurs? Welche Funktion erfüllt die ‚Diebin’? Die Methode, mit der eine Annäherung an die ‚Diebin’ erfolgt, ist eine historische Diskursanalyse wie sie Achim Landwehr in Anlehnung an Michel Foucault vorschlägt.