Hummel_Zur filmischen Erfahrbarkeit nicht-sichtbarer Gewalt_finalo-test

Hummel_Zur filmischen Erfahrbarkeit nicht-sichtbarer Gewalt_finalo-test

Können filmische Gewaltdarstellungen über die Wiederholung der Gewalt und damit deren Bestätigung und Verstärkung hinausgehen? Dieser Frage geht der Artikel am Beispiel des zwölfminütigen Essayfilms UNTITLED SEQUENCE OF GAPS der Regisseurin Vika Kirchenbauer und des fünfzehnminütigen Videos Obscure White Messenger der Künstlerin Penny Siopis nach. Beide Filme machen Gewaltstrukturen erfahrbar, die sich insbesondere durch ihre Unsichtbarkeit in der Gegenwart auszeichnen. In den Filmen wird eine Darstellung für diese Form von Gewalt gefunden, die sie zugleich als überwindbar erscheinen lässt.

Julia Glitz: Alison Bechdels Queere Archive

Julia Glitz: Alison Bechdels Queere Archive

Comics und Queerness haben einiges gemein. Brüche mit Vorstellungen von Kohärenz und Linearität werden hier sowohl durch hybride Materialität, als auch durch Projekte des Gegen-Lesens unter Aspekten von Zeit, Affekt und Spur verhandelt. In diesem Artikel werden queertheoretische Überlegungen Ann Cvetkovichs und José Muñoz auf das Medium Comic bezogen und an Beispielen der Comics Alison Bechdels analysiert. Die Potenziale des Queeren Archivs treten in Alison Bechdels Comics nicht nur thematisch offen zutage. Sie entfalten Fragen der Sammlung und Neuordnung von Vergangenheit entlang der homosexuellen autobiographischen, (Comic)Künstler_innenbiographie.