Jasmin Degeling, Sarah Horn: „Queer“ aufs Spiel gesetzt: Über Beißreflexe, queere Bewegungsgeschichte und gegenwärtige Affektkulturen

Jasmin Degeling, Sarah Horn: „Queer“ aufs Spiel gesetzt: Über Beißreflexe, queere Bewegungsgeschichte und gegenwärtige Affektkulturen

Welche Zukunft hat „queer“? Die jüngste Debatte um das Potential der Queer Theory im deutschsprachigen Raum, maßgeblich angestoßen durch den
Sammelband Beissreflexe, erscheint geprägt von einer „Kritik an queerem Aktivismus und autoritären Sehnsüchten“, die sich wenig mit queerer
Theoriebildung auseinandersetzt, und sich gleichzeitig als anschlussfähig an gegenwärtige Populismen und antifeministische Ressentiments erweist. Der Artikel geht den Affektpolitiken nach, die in diesen Communities und medialen Gefügen aufgerufen werden, und versucht über eine entsprechende Situierung der einzelnen Beiträge und ihrer
Argumente mittels Queer Theory eine kritische Aufarbeitung der derzeitigen Debatte.

Laura Chlebos, Silvana Schmidt, Johanna F. Ziemes: Queerfeminismus. Ideen, Positionen und Aktionen

Laura Chlebos, Silvana Schmidt, Johanna F. Ziemes: Queerfeminismus. Ideen, Positionen und Aktionen

‚Der‘ Queerfeminismus ist eine herrschaftskritische Strömung des Feminismus, die neue theoretische und aktivistische Impulse setzt. Sie legt einen besondere Wert auf die Validierung unterschiedlicher Identitäten. Dies kann als Verlust des politischen Kollektivsubjekts ,Frau’ gedeutet werden, welcher zu anspruchsvollen Konflikten führt. In diesem Artikel werden die Kontroverse um dieses Dilemma kurz nachgezeichnet. Außerdem werden aktivistische lokal verortete Beispiele, von queeren YouTube-Formaten bis hin zu intersektionalen Offline-Events, vorgestellt, welche es produktiv bewältigen.