Max Rehmet: Incarceration and the African American Family in the Films of Charles Burnett

Max Rehmet: Incarceration and the African American Family in the Films of Charles Burnett

Incarceration poses a disproportionate threat to African Americans. A popular conception is that the family structure of African Americans is to blame. The demonisation of matriarchal family structures was influenced by the Moynihan Report from 1965 and has since not only been reiterated by conservative commentators but also by representations of black families in film and television. Charles Burnett’s strategy of representation manages to address the sensitive issue of incarceration among African Americans without exploiting the image of violent young black men. Rather than focusing on ‘pathology’ Burnett portrays the complexity of the African American family, while drawing attention to external reasons for its vulnerability.

Maximilian Busch: Gespräche über Race, Class, Gender in Israel/Palästina

Maximilian Busch: Gespräche über Race, Class, Gender in Israel/Palästina

Der Nahostkonflikt besitzt eine so starke Durchdringungskraft, dass er andere Konfliktlinien häufig überdeckt. Auf Basis von Erfahrungen und Gesprächen in Israel und Palästina versucht diese Arbeit nachzuzeichnen, auf welche Art die Kategorien Race, Class und Gender an der Formation der Streitlinie Palästina/Israel beteiligt sind.

Anja Michaelsen, Masayo Kajimura: Zur beruhigenden Gleichzeitigkeit verschiedener Realitäten. Ein Gespräch mit Masayo Kajimura und Statements von Monira Al Qadiri, Jeanno Gaussi und Sookoon Ang

Anja Michaelsen, Masayo Kajimura: Zur beruhigenden Gleichzeitigkeit verschiedener Realitäten. Ein Gespräch mit Masayo Kajimura und Statements von Monira Al Qadiri, Jeanno Gaussi und Sookoon Ang

Masayo Kajimura und Anja Michaelsen sprechen, ausgehend von Kajimuras eigener künstlerischer und kuratorischer Arbeit, über den Zusammenhang zwischen audiovisuellen Mitteln und Affizierung. Kajimura hat im Juni 2013 im C60 Collaboratorium für kulturelle Praxis, Bochum, eine mehrteilige Veranstaltungsreihe [Gefühle zeigen] Materialität, Transkulturalität und Öffentlichkeit im Experimentalfilm aktuelle europäische und asiatische Videokunst vorgestellt. Im Gespräch hier erläutert sie ihre Ästhetik paralleler Wirklichkeiten und was ein genaues Hinsehen mit einer migrantischen Situation zu tun hat. Ergänzt wird das Gespräch durch Statements dreier Künstlerinnen zu Entstehung, Ästhetik und Konzept der Videos, die im Rahmen der Reihe gezeigt wurden: Monira Al Qadiri gibt Auskunft zu Oh torment (Wa waila) (Kuwait 2008), Jeanno Gaussi zu Three Notes (Deutschland/Afghanistan 2007) und Sookoon Ang zu Xiao Fu (Singapur 2009).

Nguyen Tan Hoang: I Got This Way from Eating Rice. Schwule asiatische Dokumentationen und die Umerziehung von Begehren

Nguyen Tan Hoang: I Got This Way from Eating Rice. Schwule asiatische Dokumentationen und die Umerziehung von Begehren

Dieser Artikel untersucht eine Gruppe experimenteller Dokumentationen schwuler asiatischer diasporischer Künstler in den 1990ern. Als Teil eines politischen Projektes um die Konstruktion schwuler asiatischer Männer als feminisiert, passiv und unter internalisiertem Rassismus leidend, versuchen diese Videos schwule asiatische Subjekte umzuerziehen, um die Passivität und Objektivierung, die in ‚interrassischen’ (weiß-asiatischen) Beziehungen vorausgesetzt wird, zurückzuweisen, zugunsten einer politischen Ermächtigung, begründet in gleichberechtigten (asiatisch-asiatischen) sticky rice-Beziehungen. Der Artikel argumentiert, in Gegenüberstellung der Analyse dieser Dokumentationen und einer Diskussion asiatischer lesbischer experimenteller Videos, dass die lesbischen Videos den disziplinierenden Drang der sticky rice-Dokumentationen herausfordern, indem sie die widerspenstigen Affekte von bottomhood und das Vergnügen an Unterwerfung erkunden. Mit dieser Behauptung anerkennt der Artikel die wichtige Intervention schwuler asiatischer Dokumentationen in rassifizierte sexuelle Repräsentationen; zugleich verweist er jedoch auf das Problem, für sexuelles Begehren Gesetze erlassen zu wollen und auf die Grenzen der Privilegierung von ‚Rasse’ über andere Modalitäten sozialer Differenz wie Klasse und Nationalität.

Sara Ahmed: „Wenn sie nicht aufpasst, wacht sie eines schönen Tages auf und ist ein Nigger“. Passing durch Hybridität

Sara Ahmed: „Wenn sie nicht aufpasst, wacht sie eines schönen Tages auf und ist ein Nigger“. Passing durch Hybridität

In diesem Artikel untersuche ich rassifizierte Narrative von passing und ihre Beziehung zu Diskursen von Hybridität. Anstatt passing als inhärent transgressiv oder als auf der einen oder der anderen Seite von Identitätspolitik zu definieren, argumentiere ich, dass passing in Bezug zu Formen sozialer Antagonismen verstanden werden muss. Ich stelle folgende Fragen: Wie werden Differenzen, die das System bedrohen, wiederhergestellt? Wie werden uneindeutige oder hybride Körper auf eine Weise gelesen, die weiterhin die enunziative Macht derjenigen unterstützt, die die Differenz benennen? Auf welche Weise ist ‚passing’ in genau diesen Diskurs um das Benennen von Differenzen einbezogen? Auch wenn alle Identitäten bis zu einem bestimmten Grad passing beinhalten – insofern das Subjekt nie ‚ist’, wie es sich selbst zu sein ‚abbildet’ – müssen wir dennoch die Differenzen zwischen passing als weiß und passing als schwarz theoretisieren. Ich argumentiere, dass für eine weiße Person das passing als schwarz als eine Wissenstechnik fungieren kann, die davon ausgeht, dass sich ‚Schwarzsein’ abbilden und folglich auch ‚sein’ lässt. Jedoch können schwarze Subjekte, die es ablehnen, als weiß ‚durchzugehen’ – das heißt, schwarze Subjekte, die als schwarz ‚durchgehen’ – die gewaltsamen Geschichten sichtbar machen, die durch die Unsichtbarkeit der Spur von passing verborgen werden. Ein solcher Prozess des ‚Durchgehens’ als schwarzes Subjekt ist an eine Politik des Kollektivs gebunden – an das Zusammenkommen durch die Anerkennung dessen, was fehlt und wodurch passing überhaupt erst hervorgebracht wird.

Florian Rosenbauer: Die Aggro-Kultur – Konstruktion von Männlichkeit und Deutsch-Sein in Flers NDW2005

Florian Rosenbauer: Die Aggro-Kultur – Konstruktion von Männlichkeit und Deutsch-Sein in Flers NDW2005

Als der Berliner Rapmusiker Fler im Jahr 2005 sein Musikvideo NDW2005 veröffentlicht, geht ein Aufschrei moralischer Empörung durch die Medien. Die Rede ist von Nazi-Rap und Fascho-Ästhetik und davon, ob Deutsch-Sein überhaupt artikuliert werden darf, und wenn ja, wie. Anlass genug, sich dem Medientext unter medienwissenschaftlichen Gesichtspunkten zu nähern.