Mejra Sänger: Spielend schön. Körperoptimierung im digitalen Alltag

Mejra Sänger: Spielend schön. Körperoptimierung im digitalen Alltag

Das Streben nach körperlicher Attraktivität gewinnt im Zeitalter von Fitness, Wellness und plastischer Chirurgie zunehmend an Bedeutung im Alltag des Menschen. Digitale Technologien eröffnen neue Möglichkeiten zur Optimierung des eigenen Körpers. Durch onlinebasierte Softwareanwendungen wie Makeover-Simulationen und Beauty-Apps, die eine virtuelle Körpermodifikation ermöglichen, wird Schönheit zum (nahezu) frei verfügbaren, spielend einfach produzierbaren Allgemeingut. Der Artikel beleuchtet diese spielerische virtuelle Schönheitsarbeit am Körper im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Selbstkonstitution.

Carina Kötter, Mareike Meis: Ganz schön schwanger. Schönheitspraktiken und Körpertechnologien in der Schwangerschaft

Carina Kötter, Mareike Meis: Ganz schön schwanger. Schönheitspraktiken und Körpertechnologien in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft werden Frauen angesichts der damit einhergehenden körperlichen Veränderungen verstärkt zur Arbeit am eigenen Körper aufgerufen. Die Bedeutung je historisch spezifisch weiblicher Schönheitsideale und damit verbundener Körpertechnologien sowie Modepraktiken in der Schwangerschaft wird beispielhaft in der Gegenüberstellung zweier Modefotografien aus den 1960ern und der Gegenwart untersucht, wobei Fotografie als regulierendes und stabilisierendes Repräsentationssystem begriffen wird. Es zeigt sich, dass eine in der Vergangenheit vorherrschende Kaschierung des schwangeren Körpers heute durch eine Ausstellungspraxis abgelöst wird, die erst durch die Anwendung von etablierten Körpertechnologien wie gesunder Ernährung und Fitness möglich wird.

Heike Steinhoff, Maria Verena Siebert: The Female Body Revamped: Beauty, Monstrosity and Body Transformation in the Twilight-Saga

Heike Steinhoff, Maria Verena Siebert: The Female Body Revamped: Beauty, Monstrosity and Body Transformation in the Twilight-Saga

Throughout the four novels of the Twilight-saga, its protagonist Bella Swan goes through immense physical changes. This paper will read Bella’s bodily transformation from human to vampire as a makeover narrative. We will demonstrate that it follows the same narrative pattern as extreme makeover programs such as The Swan, including the construction of an abject body in the ‘before‘ stage, a painful bodily transformation, a mirror scene after the procedure that has been conducted on her, and the constitution of a new, whole self. This gendered discourse can be read either as female empowerment or as a subjection of the female body to patriarchal ideals.